Die Jahre 1970–1979
1970 ![]()
Das Jahr 1970 brachte
für uns
normalen "Fußball--Eintopf". Nichts
Außergewöhnliches spielte sich
ab, man "knödelte" so vor sich hin.
Einige vertraute Mannschaften
tauchten wieder auf, so unsere alten "Spezis" NRK und AOK. Mit dabei
waren auch BA Neukölln, Borussia - Tempelhof, Schindler, BVG
Nord, Hartmann und
IBM.
Wir schummelten uns so richtig
durch die Saison hindurch, ohne
weder oben noch unten entscheidend mitreden zu können bzw.
müssen. Nach
Beendigung der Serie hatten wir uns bei einem ausgeglichenen
Punktestand einen
soliden Mittelplatz erspielt.
|
|
Eines allerdings sprengte den
normalen "Fußball.-
Eintopf". Nach 16-jähriger Tätigkeit im
Vorstand machte KARL - HEINZ MIETZ
Platz für die Jugend
Nur wer selbst einmal als "Funzionär" tätig war, kann
abschätzen, was
eine solche Arbeit bedeutet.
Die Hauptmitgliederversammlung
dankte „Kalle“ in angemessener
Form und ernannte ihn zum Ehrenvorsitzenden
mit Sitz und Stimme im Vorstand. .
Olaf Liesenfeld wurde 1.
Vorsitzender und sollte dies mit vier
Jahren Pause auch bis 1991 bleiben
In
diesem Jahr begann die
Reisewelle wieder zu laufen, wenn auch noch nicht so hochtourig wie in
vergangenen Jahren. Peter Rodewald war Vermittler zur Mannschaft von Prakma,
die in Neubüddenstedt - zwischen Helmstedt und
Schöningen gelegen -beheimatet
war.
Mit
5:1 konnten wir an frühere gute
"Reiseergebnisse“ anknüpfen.

1971 ![]()
|
|
1971-ein düsteres
Jahr im sportlichen Leben der Rot-Weißen, Abstieg
in die 2. Klasse!
Es begann gleich mit einer
Niederlage im Eröffnungsspiel gegen
SV Zehlendorf. Mit 0:3 mussten wir gegen die
"Graßmann‑Mannschaft"
in einem schwachen Spiel unsererseits die Segel streichen. Gar mit 3:6
ging das
nächste Spiel gegen die Barmer - Ersatzkasse verloren, dem
sich eine weitere
Niederlage, wenn auch mit 2:3 recht knapp, gegen das BA Reinickendorf
anschloss.
Dann jedoch der erste
Hoffnungsschimmer! Aus Reinickendorf
holten wir mit einem 3:2 gegen die BVG Nord die ersten Pluspunkte.
Schon eine
Woche später langten wir nach langer Zeit mal wieder
kräftig hin, als die
Mannschaft von Spinne Zehlendorf in ihrem Nest klar mit 5:1 Toren
besiegt
wurde.
Doch damit war das Pulver
bereits verschossen. Nach drei
weiteren Spielen hatten wir uns von sechs möglichen
Minuspunkten natürlich alle
sechs eingefangen. 1:2 gegen DIWAG, 0:6 gegen Frilu/SOG und 1:3 gegen
Altmann
& Böhning. 4:12 Punkte, absteigende Tendenz und kein
Land in Sicht.
Leider verlief auch die
Rückrunde unter den gleichen
Negativ-Vorzeichen. Allerdings hatten wir uns soweit wieder gefangen,
dem
Abstieg doch noch in letzter Minute entgehen zu können. Im
alles entscheidenden
Spiel gegen die Mannschaft von Blobelt führten wir wenige
Minuten vor Schluss
mit 3:0, als das Spiel wegen einbrechender Dunkelheit
abgebrochen wurde.
Völlig unverständlich wurde das Spiel neu angesetzt,
das wir dann auch prompt
verloren.
Dadurch war der Abstieg beschlossene Sache, während Blobelt weiterhin in der 1. Klasse spielen durfte.
1972 ![]()
Die 2.
Klasse schmeckte uns - ehrlich gesagt - ganz und gar nicht.
Was
konnte man dagegen tun, um dieser Sache abzuhelfen? Es gab
natürlich nur zwei
Alternativen:
Abstieg in die 3. Klasse oder
Aufstieg in die 1. Klasse.
Nach "reiflicher"
Überlegung entschieden wir uns für die 2. Alternative
und konnten nach 24
Spielen jubeln: Wiederaufstieg auf
Anhieb geglückt!
Lange Zeit jedoch mussten wir
darum
bangen, denn außer uns hatten sowohl Krone, als auch
Schindler dieselben
Ambitionen. Als uns jedoch Mitte der Rückrunde der
entscheidende Absprung
geglückt war, hatten wir bei der Endabrechnung doch immerhin
fünf Punkte auf
der Positivseite mehr als Krone. Schindler war noch weitaus deutlicher
abgeschlagen.
Eine kurze Chronologie zeigt,
dass
es erst im fünften Spiel mit einem 1:1 gegen Krone den ersten
Punktverlust gab.
Dann folgten sogar sechs Siege in Reihenfolge, ehe es der Mannschaft
der BVG
Cicero vorbehalten blieb, uns mit einem 1:1 zu überraschen.
Auch im Rückspiel
konnten wir uns gegen Krone nicht durchsetzen, denn wir wurden in
Zehlendorf
sogar knapp mit 1:0 geschlagen. Die aber anschließend
einsetzende Siegesserie -
neun Doppelpunktgewinne - regelte alles, zumal sich Krone doch noch
einige
Ausrutscher erlaubte. Die Meisterschaftsfeier wurde
dann natürlich ein
voller Erfolg.

Stehend
v.l.: Utz, Knossalla, Held, Rüdiger, Polauke, K.H
Paech ,Begner
Kniend v.l.:
Zimmermann ,Philipowsky, Rodewald, Jakuscheit
1973 ![]()
Vom Jahre 1973 an kann man mit
ruhigem Gewissen von einem
neuen Aufschwung innerhalb unseres Vereinslebens sprechen, der bis zum
heutigen
Tag angehalten hat.
Ein Vorstand mit neuen Ideen
und helfende Sportkameraden in
Ausschüssen - zuständig für diverse
Veranstaltungen - waren hierfür wertvolle
Garanten.
Dieser neue Elan musste sich
zwangsläufig auch auf unsere
Spielerei auswirken. Zum Punktspielstart in der
Markgrafenstraße konnten wir
gegen die BVG Nord gleich den ersten Sieg landen, denn mit einem klaren
4:1
holten wir uns die ersten Punkte. Die Tore erzielten für uns
Jürgen Jakuscheit
(2), Helmut Zimmermann sowie Bernd Held bereits in der ersten Halbzeit,
so dass
man die zweiten 45 Minuten etwas geruhsamer angehen lassen konnte. Im
weiteren
Verlauf der Serie zeigte sich, dass wir in diesem Jahr "voll" da
waren, denn wir landeten sieben Siege in Serie und standen an der
Spitze. Im
achten Spiel wurden wir dann umso härter erwischt. Im
Allianz‑Stadion
wurden wir gegen die Mannschaft von Weiß – Blau
Allianz mit 6:2 ganz
fürchterlich in die Pfanne gehauen. Nach einer 1:0 -
Pausenführung durch Benny
Held fingen wir uns im Verlauf der 2.Halbzeit noch sechs muntere Sachen
ein,
denen wir nur ein Elfmetertor durch Peter Rodewald entgegensetzen
konnten.
Leicht angeknackst verloren wir auch das nächste Spiel im
Volkspark Mariendorf
gegen Axel Springer mit 0:1. Glücklicherweise hatte die
Mannschaft jedoch nur
eine kurze Schwächeperiode zu überstehen.

Stehend
v.l..: K.H.Paech, Held, Rodewald, Polauke, Philipowsky, Penski,
Rüdiger,
Zithier
Hockend
v.l.: Knossalla, Jakuscheit, Liesenfeld
Es folgten vier eindrucksvolle
Siege gegen BVG Britz, Blau-Rot Wilmersdorf, BA Neukölln und
NCR und alles war
wieder im Lot.
Schärfste
Konkurrenten um den
Staffelsieg waren nunmehr nur noch die Mannschaften von
Weiß‑Blau Allianz
und vom Bezirksamt Reinickendorf. Gegen die Bezirksämtler
verloren wir im
Volkspark glasklar mit 0:4 Toren. Bis zur Halbzeit konnten wir noch ein
0:0
halten, doch danach gab es einen einzigen Sturmlauf auf unser
Gehäuse, dem
unsere Abwehr einfach nicht mehr gewachsen war. Allerdings mussten wir
in diesem
Spiel auf so wichtige Spieler wie Polauke, Begner, "Kalle" Paech,
Jakuscheit und Penski verzichten.
Hier die
Mannschaftsaufstellung:
KNOSSALLA, G. TRENKLER,
RODEWALD,
LIESENFELD, RÜDIGER, PHILIPOWSKY, D. TRENKLER, UTZ, SCHMIDT,
ZITHIER, HELD.

Stehend
v.l.:Jüptner, Utz, K.-D.Paech, D.Trenkler, Zimmermann,
Winter, G.Trenkler, K.-D.Arp, P.Roggenbach
Kniend v.l.: W.Rüdiger,
S.Volkmann, Knossalla, Schielke
Großkampfstimmung
herrschte dann am
1.Oktober zum Rückspiel gegen Weiß-Blau Allianz in
der Halker Zeile. Beide
Mannschaften boten ein schnelles und auch technisch ansprechendes
Spiel, das
gerechterweise mit einem 2:2-Unentschieden endete. Nach zweimaliger
Führung der
Versicherungsleute konnte Benny Held jeweils ausgleichen, der im
Übrigen nicht
nur aufgrund dieser beiden Tore "Goalgetter“ dieser Saison
wurde. Aufgrund
der nachfolgenden Siege gegen BVG Britz mit 2:1, Springer mit 3:1 und
BA
Neukölln mit 4:2 standen wir einen Spieltag vor Beendigung der
Saison als Meister und Aufsteiger zur Liga
bereits
fest. Der Vollständigkeit halber verabschiedeten wir uns
jedoch mit einem
6:2-Sieg über Blau-Rot Wilmersdorf mehr als
standesgemäß aus der 1. Klasse. Den
ersten beiden Toren von Held und Penski ließ Günter
Zithier in der 2. Halbzeit
vier weitere folgen. Damit war er bei der internen Endabrechnung bis
auf einen
Treffer an Benny herangekommen.
Hier noch einmal die ersten
drei
Mannschaften:
1. Rot-Weiß Tempelhof
24
18
2
4
59:33
38:10
2. Weiß-Blau Allianz
24
16
3
5
74:36
35:13
3. BA Reinickendorf
24
15
2
7
78:30
32:16
Zusammengefasst wurde das Jahr
1973
in einem Rundschreiben an alle Mitglieder, das hier noch einmal
abgedruckt
werden soll:
Zum
Jahresende möchte ich mich noch einmal an Euch wenden, um-
rückblickend
- die Frage zu stellen: Was hat uns das Jahr 1973 gebracht, hat es sich
"gelohnt", bei Rot-Weiß zu knödeln?
Ich
glaube, dass wir diese Frage uneingeschränkt mit einem
kräftigen 'JA'
beantworten können und müssen. Sportlich gesehen
haben wir in den vergangenen
zwölf Monaten mehr erreicht, als wir zu Beginn des Jahres zu
hoffen wagten. Die
1. Mannschaft wurde Staffelsieger und spielt nach über 10
Jahren erstmals
wieder in der höchsten Spielklasse des Betriebssportverbandes.
In den
Pokalspielen um den amtlichen Pokal des Verbandes (ÖTV‑Pokal)
erreichten
wir die Runde der
letzten 16
Mannschaften und unterlagen hier äußerst knapp dem
SV Senat mit 1:2 Toren.

„Idylle,“im
Garten Begner - ein besonderes
„Dankeschön“ an
unsere Karin Er
schnallt die Stiefel
fester: “Kutti“ Jüptner
Doch nicht nur auf sportlichem
Sektor tat sich bei Rot-Weiß so einiges. Ein Volltreffer war,
wie auch schon in
den Vorjahren, das nun schon obligatorische Leichtathletik-Sportfest
für
Männer, Kinder und auch für unsere Frauen. Hier
konnte man sich mal so richtig
austoben, wovon auch alle Teilnehmer regen Gebrauch machten.
Großer Beliebtheit
erfreuten sich
auch die Skatabende, die von einigen
-
so sagt man - bis zum Frühstück des anderen Tages
ausgedehnt wurden.
Nicht zu vergessen ist die
Radtour
hinaus in die Natur, die ebenfalls ein fester Bestandteil innerhalb
unseres
Vereins geworden ist.
Auch der im Sommer im
Jugendheim
durchgeführte Grillabend war ein voller Erfolg. Bei herrlichem
Wetter verlebten
wir doch einige lustige Stunden, so dass sich das Anstehen zur
Erlangung eines
oder mehrerer Stücken Fleisches gelohnt hatte.
Letzter Höhepunkt war
unser
alljährlich stattfindendes vorweihnachtliches Beisammensein im
Jugendheim. Es
wurde getanzt, gesungen und geplauscht, so dass man sich über
die
"Rot-Weiß-Truppe" mal wieder echt freuen konnte. Die
Soloeinlagen
einiger von uns auf "künstlerischem Gebiet" verdienen doch
Anerkennung und Beifall zugleich. Heimleiter Rudi Braunsdorf hatte mal
wieder
Stimmung in seinem Heim.
Das war
so in großen Zügen die Rot-Weiß-Palette
des Jahres 1973. Ich meine, es war doch
allerhand! Sollte uns ähnliches in 1974 gelingen, so
können wir schon jetzt
damit zufrieden sein.
Peter Roggenbach
Abschließend noch der Abdruck einiger "Vier“ - oder auch "Mehrzeiler“ die an diesem Abend zum Besten gegeben wurden:
Der
Immo steht bei uns im Tor,
er
fängt und rennt und packt sich vor.
Nur,
wenn die Bälle hoch ankommen,
ist
er öfter ganz benommen.
Der
andere Fetzer ist der Kalle,
er
macht fast alle Gegner alle.
Wehe,
wenn einer was anderes will,
ab
mit ihm - zum Müll !
Der
linke Läufer bei uns ist Rode,
bei
ihm ist Meckern ganz große Mode.
doch
vom Können her ist er Klasse,
einer
der Besten aus der großen Masse.
Der
Kleinste in der Abwehr ist unser Jochen,
er
konnte lange Zeit auf seinen Gipsarm pochen.
Er
ist geschwind und stets am Ball,
man
findet ihn halt überall.
Die
Abwehr steht und
fällt mit Phiv,
er
hat Schuld, wenn's
mal nicht so lief.
Er
ist der Sensenmann
der Truppe,
bei
ihm fallen so
einige auf die Kuppe.
Ein
Läufer - nämlich
rechts - ist Klaus,
ihm
ging noch nie die
Puste aus.
Er
macht hinten und
vorne Furore
und
so ganz nebenbei
noch seine Tore.
Als
Libero steht im
Zentrum Lauke,
auch
er haut manchmal
auf die Pauke.
Vor
allem, wenn der
Schieri, diese Pflaume,
bricht
mit ihm `nen
Streit vom Zaune.
In
der Mitte stürmt
Günter Zithier,
Tore
machen ist sein
Metier.
Er
soll alles das
abstauben,
was
ihm die Gegner
freundlicherweise erlauben.
Kläuschen
ist nicht
nur auf dem Spielfeld am Ball,
man
findet ihn auch
beim Bezirksamt überall.
Kann
er für Rot‑Weiß
irgendwas ergattern,
hört
er dort nicht
auf zu schnattern.
Einer
kann aufladen
seinen Akku,
nämlich
unser Jaku.
Er
ist verletzt seit
dem Reeperbahn - Bummel ,
war
wahrscheinlich
irgendsone Hummel.
Doch
er trainiert
laufend wie besessen,
man
darf ihn auf
keinen Fall vergessen.
Links draußen auf
dem großen Feld
rennt und rennt der Benni
Held.
Er schießt Flanken
wie Granaten,
oftmals muß man sein
Tun erst erraten.
Ist er jedoch am Gegner
vorbei,
legt er den Ball ins Tor - als
Ei.
Der
Längste auf der grünen Wiese,
ist
ein Außenverteidiger,
namens Liese.
Mit
seinen übermäßig
langen Hessen
macht
er fehlende
Technik völlig vergessen.
Rechtsaußen
stürmt
ein Klassemann,
der
manchen Haken
schlagen kann.
"Penni"
macht mit dem Ball allen was vor,
hätte
er doch nur
einen größeren Drang zum Tor.
Ein
weiterer Mann ist
Peter Utz,
beim
Training haut er
ganz furchtbar uff`n Putz.
Spielt
er jedoch in
der Ersten Stürmer,
denkt
man, er suche
Würmer.
Looki
ist nicht nur
Spieler der Zweiten,
er
machte die Schieri
- Prüfung beizeiten.
Denn
gehen die Gagen
bei Rot-Weiß mal zurück,
pfeift
er eben ein
Stück.
Der andere von Volkmanns ist
der Hotte,
früher spielte er wie
`ne olle Klamotte.
Heute ist er ein
Reißer auf Außen,
sagen zumindest die Leute von
draußen.
Unser
zweiter Olaf
mit Namen Heide
steht
bei Rot - Weiß
schon lang' auf der Weide.
Er
schwingt noch
heute mächtig den Knüppel,
hört
er nur den Namen
Wolfenbüttel.
Rot
- Weiß hat im
Team sogar einen "Bullen",
der
hat generell was
gegen volle Pullen.
Zu
Feiern kommt er
immer ohne Colt und Gewehr,
Fazit
am Ende - die
Pullen sind leer.
Mädchen
für alles ist
oftmals der Kutti,
für
einige war er
sogar schon die Mutti.
Hat
man im Vorstand
oder sonst mal Hummeln,
macht
nichts, Kutti
wird's schon befummeln.
Er ist jederzeit bereit alles
zu machen,
man kann über seine
Späße oft lachen.
Nur eins, das ist sein
größtes Ziel,
ab und zu mal ein
Fußballspiel.
Zum Schluss noch ein
Sprüchlein für unsere Damen,
ab
und zu nenne ich eine bei Namen.
Inkognito
ist auch bei uns große Mode,
handelt
sich's nun um Karin oder um Mary von Rode.
Ihnen
und den andern sei gedankt für die Zeit,
in
der sie waren opferbereit.
War
es mittwochs zum Training oder sonst wann zum Spiel,
manchmal
war es schon etwas zuviel.
Doch
will man haben beim Fußball `ne Truppe,
muss
sie manchmal kalt werden - zu Hause - die Suppe
Peter
Roggenbach
|
|
Am Freitag, d. 18.05, startete
die RWT -Truppe mitsamt
Ehefrauen und Bräuten gen Hamburg.
Mit knapp einstündiger Verspätung setzte sich der mit
42 Personen beladene
Reisebus in Bewegung. Nach zügiger Fahrt erreichten wir noch
vor Mitternacht
unser Ziel, das Zuteilen der Doppelzimmer verlief reibungslos und schon
wenige
Minuten später hielten es einige nicht mehr im 'Motel Hamburg"
aus, ihr
Ziel war die Reeperbahn.
Am nächsten Morgen
folgte ein ausgiebiges Frühstück und die
Begrüßung durch Herrn Streicher von der BSG
Blau-Gelb Axel Springer, bevor es nach
einer kleineren Hafenrundfahrt im Autobus zu einer
zweistündigen Hafenrundfahrt
losging. Herrlicher Sonnenschein begleitete uns während dieser
Stunden.
Frohgelaunt besichtigten wir
vor
dem Mittagessen, das im übrigen reichlich und wohlschmeckend
im Clubhaus
gereicht wurde, die Anlage von Victoria Hamburg, auf der die BSG Blau -
Gelb
Gastrecht genießt und die uns einen herrlichen Rasenplatz
präsentierte. Ab 16
Uhr 30 wurde dem runden Leder nachgejagt. Im Vorspiel standen sich die
2.
Mannschaften gegenüber und es gab ein gerechtes 1:1
Unentschieden, wenn auch
die Rot‑Weißen klare Vorteile verbuchen konnten.
Im Spiel der 1. Mannschaften
traf
unsere Truppe auf einen Gegner, der in Hamburgs höchster
Spielklasse spielt.
Beide Mannschaften zeigten ein recht gutes, vor allem aber spielerisch
und
kämpferisch auf hoher Stufe stehendes Spiel. Nach dem
Pausenstand von 1:1
(Torschütze Klaus Rüdiger mit herrlichem Flachschuss
nach Alleingang), gingen
die Springer‑Leute mit 2:1 in Führung und alle glaubten schon
an eine
Niederlage. Doch hervorragende Moral und entsprechende Kampfkraft
machten es
doch noch möglich. Nach dem Ausgleich durch Bernd Penski
glückte Günter Zithier
nach einem Eckball per Kopf ins lange Eck der Siegestreffer. Der
Gastgeber war
schockiert, alles, was zu Rot-Weiß gehörte, freudig
erregt. Mit viel Geschick
und durch die Anfeuerungsrufe der Schlachtenbummler, vor allem der
"Tribünenfrauen", angeheizt, hielt die Mannschaft das 3:2.
|
Kurt
Jüptner, Marion Schulte, Karin Begner, Gunda Zimmermann,
Ilse Philipowsky, Peter Rodewald,
Jürgen Polauke, Wolfgang Rüdiger, Ivo Duchstein,
Jürgen Jakuscheit (halb) |

Das anschließende
gemütliche Beisammensein wurde letztendlich
getragen durch die Sanges - und Tanzfreudigkeit der
Rot-Weißen. Die Gastgeber
ließen sich mitreißen, so dass ein paar nette
Stunden im Nu vergingen. Leider
konnten an diesem Abend Jürgen Jakuscheit sowie Immo Knossalla
nicht
teilnehmen, die sich im Spiel verletzten und ins Krankenhaus gebracht
werden
mussten. Während Immos Schulterprellung leichterer Natur war,
musste sich
Jürgen das Bein aufgrund einer Meniskusverletzung in Gips
legen lassen.
Nach dem
vergnüglichen Beisammensein folgte noch ein Zug durch
die Hamburger Landschaft, der erst, als es schon hell war, von einigen
beendet
wurde.
Pünktlich wie die
Maurer wurde am nächsten Morgen der Besuch
zum Fischmarkt angetreten. Alle Interessierten waren um 6 Uhr zur
Stelle. Nach
dem mehr oder weniger gemeinsamen Mittagessen traten wir gegen 15 Uhr
die
Rückreise an. Gegen 21 Uhr 3o hatte uns endlich der
Rathausvorplatz in
Tempelhof wieder.
Fazit: Eine in allen Belangen
erfreuliche Reise.
1.Gute Beteiligung, die 1.
Mannschaft war komplett vertreten ,
2. Warmes und sonniges Wetter,
3. 3:1 "Punkte" aus zwei
Spielen,
4. Bei allen viel Freude und
Zufriedenheit.
Einziger
"Wermutstropfen": Die Verletzungen von Immo und Jürgen.
Dass bei Rot-Weiß
nicht nur Fußball gespielt wird, konnte der
aufmerksame Leser bereits feststellen. Mit zu den beliebtesten
Veranstaltungen
gehört das alljährlich stattfindende Leichtathletik-
Sportfest, an dem nicht nur die Fußballspieler,
sondern auch unsere Frauen
und Kinder teilnehmen.
Hier ein Bericht aus dem Jahre
1973:
Hallo, Sportfest –
Fans !
Mit Erleichterung und Freude
zugleich können wir heute dieses Schreiben verfassen, das uns
einen Rückblick
auf unser Sportfest `73
geben soll.
Mit Erleichterung deshalb,
weil
alles - bedingt auch durch das herrliche Wetter - so gut geklappt hat
und mit
Freude, weil man bei allen, die dabei waren, nachher nur frohe
Gesichter, wenn
mitunter auch ein wenig abgeschlafft, gesehen hat.
Erfreulich - und das sei
besonders
betont - die überaus hohe Beteiligungsquote mit dem
Rekordmeldeergebnis von 26
Männern, dazu 10 Frauen und 14 Kinder.
Wie es nicht nur bei
Rot‑Weiß usus ist,
trafen die letzten Teilnehmer ein, als die ersten schon mit
hängender Zunge am
Ziel des 100 m - Laufes standen. Hierbei holte sich KLAUS
RÜDIGER, der 12,8
sek. lief, seinen ersten Einzeltitel und für den
Fünfkampf wichtige Punkte.
Seinen Vorsprung konnte er bei der folgenden Disziplin,dem Weitsprung,
noch
ausbauen. Mit 5,21 m machte er den weitesten
Satz und hatte
somit schon die zweite Urkunde in der Tasche.
Kam es bisher
ausschließlich auf Schnelligkeit und Kraft in
unseren Beinen an, triumphierte beim Kugelstoßen die
Armkraft. Hier konnte sich
KLAUS-DIETER ARP mit Meisterehren schmücken, denn mit 9,57 m
konnte er die
Kugel am weitesten stoßen. Erwähnenswert, dass ihm
somit der
"Hattrick" gelang, denn auch in den Jahren 1971 und 1972 war er
jeweils auf dem obersten Treppchen.
Der zweite Laufwettbewerb, die
400 m, brachten den ersten
Höhepunkt des Vormittags. Der an diesem Tag
überragende KLAUS RÜDIGER stellte
mit 57,5 sek. einen neuen Vereinsrekord auf. Vom ersten Meter an lief
er
gleichmäßig wie eine Uhr, eine Freude, ihm zuzusehen.

Links:
Jürgen
Polauke beim Kugelstoßen. Als aufmerksamer Beobachter
betätigt sich J.
Roggenbach.
Mitte:
Tatsächlich!
Neuer Rekord! Klaus- Dieter Arp,, Peter Roggenbach und Jürgen
Polauke können es
kaum glauben.
Rechts:
Beim
1000-Meter-Lauf: S.Volkmann und
„Kläuschen“ Winter
Der absolute Höhepunkt
- nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch
für die zahlreichen Zuschauer
-
war zweifelsohne der abschließende Hochsprung. Der seit
Jahren von Klaus-Dieter
Arp kreierte Stil der "Rolle vorwärts" hatte auch die letzten
Zweifler überzeugt, es waren viele "umgestiegen". So mancher
erzielte
durch diese Stilart auf der gepolsterten Anlage gut
durchführbar – persönlichen
Rekord. Es gab hierbei viel Gelächter, aber noch mehr
anerkennenden Beifall.
Der bis hierher relativ klar führende Klaus Rüdiger
bekam nun doch noch feuchte
Hände, als er bei 1,5o m ausschied, die Latte auf 1,55 m
gelegt wurde, und der
an zweiter Stelle liegende BERND PENSKI im Flop auch diese
Höhe meisterte. Zu
ihm gesellten sich noch BERND HELD und THOMAS SCHMIDT, die den Endkampf
unter
sich ausmachten. Alle drei übersprangen auch noch 1,60 m,
womit der zweite
Vereinsrekord an diesem Tage perfekt war. Sieger dieses Wettbewerbs
wurde
jedoch BERND HELD, der alle übrigen Höhen im ersten
Versuch genommen hatte,
während Bernd Penski sowie Thomas Schmidt doch einige
Fehlversuche aufzuweisen
hatten.
Wenn
auch nicht mit gleicher Energie, so doch mit ebenso großer
Freude, stürzten
sich unsere Frauen in das Abenteuer des sportlichen Wettkampfs.
Immerhin hatten
sich 10 Damen gefunden, die die Vereinsbeste ermitteln wollten.
Der 75 m - Lauf ging mit 12,1
sek. an HELGA
JAKUSCHEIT, die damit nach 1970, damals in 11,6 sek., allerdings noch
unter
Helga Vettin laufend, zum zweitenmal Siegerin wurde. Der Weitsprung
brachte
einen erbitterten Zweikampf zwischen JUTTA JAHNKE und BRIGITTE ZITHIER,
den
Jutta letztlich mit 3,95 m für sich entscheiden konnte.
Hätte Brigitte den
ersten Sprung nicht knapp übertreten, dann wäre sie mit weit
über 4 m Siegerin geworden.
Der
abschließende Schlagballweitwurf ließ noch einmal
das Herz des Chronisten höher
schlagen, denn auch die Damen ließen sich nicht lumpen, mit
kräftigem Armzug
warf RENATE VOLKMANN den Ball auf genau 41 m - neuer Vereinsrekord.
Knapp
geschlagen blieb auch hier Brigitte Zithier nur Zweite. Einen 400
m-Einlagelauf
gewann die laufstarke Helga Jakuscheit in 87,5 sek.,die ebenfalls neuen
Rekord
bedeuteten.
Alle, die den Kindern
zugesehen
hatten, waren um ein Erlebnis an diesem Tage reicher. Man kam aus dem
Staunen
nicht heraus, so waren die Mädchen und Jungen bei der Sache.
Wiederum aber auch
verständlich, galt es doch, die begehrten Preise zu ergattern.
Alle Siege
wurden mit Jubelgeschrei begleitet, doch manchmal kullerten auch einige
Tränen.
Andere wiederum nahmen die Ergebnisse so "mir nichts dir nichts" zur
Kenntnis, als ginge sie die ganze Sache gar nichts an. Die beiden
kleinsten
Würstchen, Dirk Begner und Michi Roggenbach, hatten die Lacher
immer dann auf
ihrer Seite, wenn sie nach langem Anlauf erschöpft die
Weitsprunggrube
erreichten und meinten, sie wäre ein Planschbecken und nur per
Bauchklatscher
zu bezwingen.
Pünktlich um 12.30
Uhr konnten die Organisatoren aufatmen, die
Gedanken in der Reitersprache ausgedrückt: "Null Fehler - in
der
Zeit". Vor dem gemeinsamen Essen - einem "ondit" zufolge soll es
auf Günters Teller ein Filetsteak von 450g gewesen sein -
konnten die Frauen
den "Lohn" ihrer Anstrengungen, sprich: Urkunden, in Empfang nehmen.
Beifall für BRIGITTE ZITHIER, die aufgrund ihrer
ausgeglichenen Leistungen die
meisten Punkte sammelte und somit Siegerin wurde. Auf dem zweiten Platz
folgte
JUTTA JAHNKE mit knappem Vorsprung vor HERTA POLAUKE.
Als dann die Kinder mit mehr
oder weniger Erfolg ihre Teller
geleert hatten, bekamen sie endlich ihre Preise.
Erster im Dreikampf wurde AXEL
KNOSSALLA, der sich über den tollen Tuschkasten riesig freute.
Die folgenden
Plätze belegten die Geschwister Marianne und Frank Wunderlich.
Doch selbst die
beiden Kleinsten - wie gesagt Dirki und Michi - die sich mit gleicher
Punktzahl
um den letzten Platz "stritten", bekamen noch je ein Pustefix,
garniert mit einer großen Bonbontüte.
Nach fieberhafter Rechnerei
und
Schreiben der Urkunden folgte im Anschluss daran die Ehrung der
Männer. Hier
hatte sich Klaus RÜDIGER doch noch mit knappem Vorsprung ins
Ziel retten
können. Aufgrund seiner drei Einzelsiege wurde er
verdientermaßen Sieger, der
starke Beifall war Anerkennung genug. Nur knapp geschlagen dahinter
Bernd
Penski, stark im Springen und in den Laufwettbewerben, vor Thomas
Schmidt, der
ja neben Bernd Held und "Penny" den Hochsprungrekord auf 1,60 m
schraubte.
Fazit der Veranstaltung: Ein
Volltreffer!
Hoffen wir schon jetzt auf
eine gute
Anlage und herrliches Wetter für 1974.
↑ zurück zum Seitenanfang
|
VEREINSREKORDE |
|
|
Schneller –
höher – weiter! |
|
|
MÄNNER |
|
|
100
m : Jürgen Jakuscheit |
12,1 sek. (1975) |
|
400
m : Klaus Rüdiger |
57,5 sek. (1973) |
|
1000 m : Klaus Janus |
3:13,9 min. (1971) |
|
5000 m : Klaus Rüdiger |
19:47,2 min.(1987) |
|
Hochsprung : Thomas Schmidt |
1,63 m (1974) |
|
Weitsprung : Jürgen
Jakuscheit |
5,61 m (1970) |
|
Kugelstoßen :
Jörg Haun |
10,12 m (1970) |
|
Fußballweitschießen:
Jürgen Jakuscheit |
52,20 m (1970) |
|
|
|
|
FRAUEN |
|
|
75 m : Andrea Janus |
11,4 sek. (1972) |
|
400 m : Helga Jakuscheit |
87,5 sek. (1973) |
|
Weitsprung : Andrea Janus |
4,40 m (1972) |
|
Schlagballweitwurf : Renate
Volkmann |
41 m (1973) |
|
|
|
|
MEHRKAMPFGEWINNER |
|
|
Männer |
Frauen |
|
1970 Jürgen Jakuscheit |
Helga Jakuscheit |
|
1971 Immo Knossalla |
Dagmar Riebeck |
|
1972 Jürgen Jakuscheit |
Andrea Janus |
|
1973 Klaus Rüdiger |
Brigitte Zithier |
|
1974 Jürgen Jakuscheit |
Brigitte Zithier |
|
1975 Jürgen Jakuscheit |
Brigitte
Knossalla |
|
1976 --
|
-- |
|
1977 Immo
Knossalla |
-- |
|
1978 Immo Knossalla |
-- |

Bereits 1968 fand
das erste Sportfest statt. Links: K.D.Arp
beim Hochsprung,Vater Emil Knossalla springt in Gedanken mit.
Mitte:
Das
Kugelstoßfeld. Rechts: Horst Look beim Stoß.
|
|
1974 ![]()
Das Jahr 1974 war für
unsere Sportgruppe ein
"Jubeljahr" wie es im Buche steht. Zum einen konnten wir unser 20 - jähriges Bestehen feiern,
zum
anderen spielten wir wieder in der
obersten Spielklasse in der Liga.
|
Hinten: Held,
Rodewald, Schmidt,Philipowsky, Penski,Polauke, Zithier,
Jakuscheit,Roggenbach Vorn: Begner,
Knossalla und Rüdiger |
In der Staffel B hatte man uns
doch einige recht
starke "Brocken" vorgesetzt, so u.a. die Stadtreinigung, Schering,
die BfA, Berliner Bank, das BA Tempelhof und die FG Südwest.

Festgehalten sei hier ein
Rundschreiben an alle
Mitglieder aus dem Monat Juni, das einen Rückblick auf die 1.
Hälfte der
Spielzeit in kurzen Überblicken bringen sollte:
Hallo, Rot-Weiße! Es
ist wieder einmal an der Zeit
Rückschau zu halten, denn mit dem Spiel gegen die BfA
schlossen wir die 1.
Serie der Punktspielsaison 1974 ab.
Vorweg:
Wir alle haben Grund zur Freude, hat sich doch das "Abenteuer
Liga“ bisher
für uns als Positivum gezeigt. Gingen wir mit einiger Skepsis
und vielleicht
auch mit etwas Angst in die ersten Spiele, so änderte sich
das, als offenbar
wurde, dass unsere Mannschaft dem rauhen Klima der höchsten
Spielklasse voll
und ganz gewachsen war.
Die
spektakulärsten Erfolge waren zweifelsohne in den Spielen
gegen den
Spitzenreiter Schering, gegen den Berliner Meister Stadtreinigung und
gegen die
BfA zu verzeichnen. Schering bekam von uns beim 1:1 im Stadion Rehberge
den
ersten Minuspunkt verabreicht.
Es
zeigte
sich schon in diesem Spiel, dass wir nicht nur kämpfen,
sondern auch
spielerisch mithalten konnten. Mit folgender Mannschaft traten wir an:
KNOSSALLA,
ZIMMERMANN, POLAUKE, BEGNER,
JAKUSCHEIT,RÜDIGER,RODEWALD, PENSKI, SCHMIDT,
ZITHIER, HELD.
Einen
weiteren wertvollen Auswärtspunkt holten wir beim torlosen
Unentschieden gegen
die Stadtreinigung. Gaben wir hier auch das Mittelfeld kampflos preis,
um
unseren Erfolg in der Defensive zu suchen, waren unsere Konter doch
stets
gefährlich.
Die
BfA -
Abonnementendspielgegner in den Vorjahren - konnten sogar im heimischen
Volkspark mit 3:2 geschlagen nach Hause entlassen werden. Trotz eines
unglücklichen Selbsttores in der 44. Minute, das uns zur Pause
mit 1:2
zurückwarf, fand die Mannschaft in der 2. Hälfte noch
die Kraft, mit
entscheidenden Kontern den Rot – Weiß - Anhang
jubeln zu lassen! Unsere Torschützen
waren Helmut Zimmermann zum 1:1 und zum 3:2, während Benny
Held
zwischenzeitlich den Ausgleich markieren konnte.
Natürlich
gab es auch Spiele, die weniger erfolgreich und somit unerfreulicher
für uns
verliefen. Doch das muss eben so sein, so macht das
Fußballspiel ja erst
richtigen Spaß. Mit 0:5 strichen wir beim BA Tempelhof die
Segel, gegen das
Schlusslicht Blau‑Gelb mussten wir uns mit einem 1:1 zufrieden geben
und
die Berliner Bank gab uns mit 3:5 das Nachsehen.
Der zur Zeit günstige
Tabellenplatz darf und wird
uns jedoch kaum dazu verleiten, nunmehr in der Rückrunde alle
Fünfe gerade sein
zu lassen. Die noch fehlenden Punkte zum Klassenerhalt werden wir -
dessen bin
ich ganz sicher - bestimmt noch einfahren.
Nach Beendigung der ersten
Serie ergab sich
folgender Tabellenstand
1.
Schering
13
1
1
1
29:11
23: 3
2.
Stadtreinigung
12
8
3
1
29: 6
19:
5
3.
BA
Tempelhof
12
7
3
2
38:24
17: 7
4. Rot-Weiß
Tempelhof
12
5
4
3
24:23
14:10
5.
Berliner
Bank
12
6
1
5
39:28
13:11
6.
BfA
11
5
2
4
23:18
12:10
7.
FG
Südwest
11
3
6
2
22:19
12:10
8.
SV
Zehlendorf
12
4
2
6
22:20
10:14
9.
Finanzsportverein
11
4
0
7
22:23
8:14
10. Osram
11
2
3
6
22:41
7:15
11. BA Wedding
12
2
3
7
17:34
7:17
12. De Te We
10
2
1
7
17 :35
5 :15
13.
Blau-Gelb 51
12
1
2
9
25:46
4:20
Die Torschützenliste
führte Bernd Held mit 8
Treffern vor Helmut Zimmermann und Peter Rodewald mit je 4 Treffern an.
|
Impressionen in der
Halbzeitpause: Rodewald, Zithier
(verdeckt), Knossalla, Jakuscheit (verdeckt), Rüdiger, Begner,
Held |

Auch in der Rückrunde
konnten wir an die Erfolge
der 1. Serie anknüpfen. Sie begann mit einem 1:1 gegen
Südwest und im Anschluss
daran wurde das BA Tempelhof mit 5:1 vom Platz gefegt. Dreimal war
BERND HELD
erfolgreich und BERND PENSKI stand ihm mit zwei Toren nicht viel nach.
Selbst mit einer sog.
"Verlegenheitself"
aufgrund der Urlaubszeit gelang uns gegen Blau-Gelb ein klares 4:0.
Hier die
Aufstellung:
KNOSSALLA
- SCHIELKE, POLAUKE, D.TRENKLER - G.TRENKLER, PAECH, JAKUSCHEIT -
PENSKI,PIRKER, LANGE (UTZ), HELD.
Die Tore schossen Penski und
Pirker je zwei. Nach
einem weiteren Sieg gegen den Finanzsportverein mit 6:2 und einem 1:1
gegen
unseren alten Bekannten DE TE WE folgte gegen Osram mit 2:3 die erste
Niederlage, der sich zwei weitere gegen die Berliner Bank (2:5) und die
BSR
(1:2) anschlossen. Am Ende der Saison hatten wir uns nur um einen Platz
verschlechtert, mit 26:22 Punkten belegten wir Rang 5.
Überlegener
Torschützenkönig mit 15 Treffern wurde
Bernd Held.
Trotz unserer
Jubiläumsfeierlichkeiten fanden wir
dennoch Zeit für eine Reise, die uns in die Sportschule nach Lastrup, einem kleineren Ort bei Bremen, führte. Wir wohnten dort
alle
unter einem Dach, hatten die Möglichkeit im direkt neben der
Sportschule
gelegenen Bad zu baden, konnten weiterhin kegeln und auch Tischtennis
spielen.
Auf einem Rasenplatz, der natürlich auch zur Schule
gehörte, gelang gegen die
Gastgeber ein klarer 4:1-Sieg, den folgende Mannschaft herausspielte:
SCHMIDT - PHILIPOWSKY,
POLAUKE, LIESENFELD -
BRÜGGEMANN, RODEWALD, PIRKER - ZIMMERMANN, ROGGENBACH,
ZITHIER, D. TRENKLER.
Jürgen Pirker (2),
Günter Zithier und Dietrich
Trenkler erzielten unsere Tore.
Dass die Jubiläumsfeierlichkeiten
ein voller Erfolg wurden, ist in erster Linie darauf
zurückzuführen, dass sich
hierzu ein Ausschuss gebildet hatte, der bereits 2 Jahre davor die
Arbeit
aufgenommen hatte. Auf sportlichem Gebiet fand am 17. und 18. Mai ein
Turnier
im Volkspark Mariendorf statt, an dem folgende Mannschaften teilnahmen:
Gruppe 1: BA Tempelhof, SV
Senat, RW Tempelhof;
Gruppe 2: Axel Springer, WB
Allianz, FG
Südwest.
Die Gruppenspiele fanden am Freitag statt, aus denen sich für den Sonnabend folgende Spielpaarungen ergaben
5./
6. Platz : Senat
-Allianz 4:1
3./4. Platz:
RWT – Südwest 3:4
Endspiel:
BAT- Springer
0:1

Links
1.Männer: stehend v.l.:Zithier,
Rodewald,Philipowsky,Penski,Pirker,Zimmermann,Jakuscheit,Held
v.l.:Schmidt,Knossalla,Begner,Rüdiger
Rechts
2.Männer.h.v.l.:K.D.Paech,S.Volkmann,Winter,Utz,Niederstraß,K.H.Paech,Schielke,H.Volkmann,
v.l.:D.Trenkler,Jüptner,Wunderlich
Damit wurde die Mannschaft von
Springer Gewinner
des Jubiläumspokals. Überraschend insofern, als
seinerzeit in den Reihen des
Bezirksamts Tempelhof Spieler mit zumindest für den
Betriebssport klangvollen
Namen standen, wie z.B. GRYMEL, FÄRBER, BECKER, VIERT, TRINKO,
FÖRSTER,
PIESNACK und Torwart RUSCH.
Im Spiel um den 3. Platz
unterlagen wir einmal mehr
der FG- Südwest mit 3:4. Unter der wie immer sachkundigen
Leitung von Waldemar
MÜLLER - BA Tempelhof - standen sich die Mannschaften in
folgenden
Aufstellungen gegenüber:
FG. Südwest:SCHLICHT
- FIEBELKORN, MÜLLER,
GRIESCHE, JANCEWSKI, FISCHER, NICKEL, FABARIUS, RÖSELER, OTTO
und MARTIN.
Rot-Weiß: KNOSSALLA
– ZIMMERMANN, RÜDIGER, BEGNER,
JAKUSCHEIT, PHILIPOWSKY, PIRKER, PENSKI, SCHMIDT, RODEWALD und HELD.
Am Sonnabend, d. 18.05., fand
in den Kindl -
Festsälen die Jubiläumsfeier
statt,
die - zu den Klängen der Band von Dieter Pfeiffer - ein voller
Erfolg wurde.
Als Ehrengäste konnten wir nicht nur den gesamten Vorstand des
FVF mit Willi
Gundlach und Max Schmidt mit ihren Ehefrauen
begrüßen, sondern auch unzählige
Freunde anderer BSGen waren unserer Einladung gefolgt. Hier wurden
nicht nur
die Siegermannschaften mit Ehrengaben bedacht, sondern auch der
Torschützenkönig - LUTZ OTTO von der FG.
Südwest mit 5 Toren - sowie RAINER
SABIN von der Axel-Springer-Mannschaft als überragender
Torwart, erhielten je
einen Einkaufsgutschein für Sportartikel in Höhe von
5o DM.
Überflüssig zu erwähnen, dass das Tanzbein bis in den frühen Morgen geschwungen wurde.
1975 ![]()
Im
3. Jahrzehnt spielten wir das 3. Jahr in der Liga
in der Hoffnung, wieder ungeschoren wenigstens einen
gesicherten Platz innerhalb des Mittelfeldes zu erreichen.
Dass
wiederum starke Konkurrenz anzutreffen war, merkten wir schon im ersten
Spiel,
denn gegen LVAB wurden wir mit 1:3 nach Hause geschickt. Eine Woche
später
glückte uns dann gegen die Mannschaft von Schering nach Toren
von Held und
Pirker ein knapper 2:1-Sieg. Wiederum Benny Held und Klaus
Rüdiger sicherten im
Spiel gegen die Mannschaft von Gartenfeld den 2:0 -Sieg, dem sich eine
empfindliche 0:3-Niederlage gegen die Postler von SV Zehlendorf
anschloss.
Gut
erholt stellten wir uns dann auf dem gefürchteten Acker des
Spandauer
Ziegelhofs vor und landeten gegen Stahlform Berlin einen klaren 4:0
-Erfolg.
Die Torschützen waren HELD, JAKUSCHEIT, RODEWALD (11 m) und
BEGNER. In den
Keller ging es dann wieder mit einer 1:2-Niederlage gegen Mercedes.
Nach einer
1:0 -Halbzeitführung durch ROGGENBACH fingen wir uns im
zweiten Abschnitt noch
zwei Tore ein.
Nach
Beendigung der 1. Serie lagen wir mit 10:14 Punkten zwar nur im unteren
Drittel,
doch von einer akuten Abstiegsgefahr war keine Rede. Die konnten wir
auch im
zweiten Durchgang im Keim erstikken, denn wenn es brenzlig wurde,
holten wir
rechtzeitig die nötigen Punkte. Ein Kuriosum dabei, dass wir
die letzten fünf
Spiele in Serie unentschieden spielten, wobei ein 3:3 gegen die BfA
war, die
überlegen mit 5 Punkten Vorsprung Meister wurde. Wir belegten
bei der
Endabrechnung Platz 7 mit 22:26 Punkten und einem
Torverhältnis von 37:44.
Über die
Pfingstfeiertage hatten wir den SV
Straßdorf bei uns zu Gast, einen
DFB-Verein aus dem Frankenwald. Die
Straßdorfer verlebten bei uns schöne, wenn auch
teilweise recht anstrengende
Tage, die sie sich aber selbst zuzuschreiben hatten. Einige waren kaum
in ihren
Unterkünften im Haus Buhr und im Lichtenrader Hof.
Das Spiel in Freundschaft
endete im
Friedrich-Ebert-Stadion dann mit
einem 5:3-Erfolg für uns, denn den Straßdorfern
setzte nicht nur das warme
Wetter zu ...
Der Abend wurde dann ein
voller Erfolg - diesmal
nicht nur für uns. Die Straßdorfer waren bei unserem
im Jugendheim
veranstalteten Grillabend in toller Form, der Abschied zu
später Stunde zur
Abfahrt in die Unterkünfte dauerte über
Gebühr lange. Am Ende war es der
Mannschaftsführung dennoch nicht gelungen, alle zu
mobilisieren, denn vereinzelt
sah man immer noch Straßdorfer auf dem Gelände.

Die
1. Vorsitzenden im Gespräch. Siegfried Witzgall Märchenstunde
mit Günter Zithier. Aufmerksame
-
SV Straßdorf und Olaf
Liesenfeld – Rot-Weiß Tempelhof
Lauscher sind
J.Begner, E.Winter u. J.Arp
Revanchieren konnten sich
unsere Gäste dann bei
unserem Gegenbesuch, der vom 12.-14.09. stattfand. Wir verlebten ein
ereignisreiches Wochenende mit einer Frankenwaldrundfahrt,
einem Fußballspiel und einem anschließenden Fest,
bei dem es wahrlich
"rund" ging. So viel Stimmung hatte das Straßdorfer
Vereinsheim
bestimmt lange nicht erlebt.
Auch
hier konnten wir das Vergleichsspiel siegreich für uns
beenden, denn diesmal
behielten wir mit 6:2 klar die Oberhand. Nachdem es zur Pause schon 4:1
hieß, ließen
wir den zweiten Durchgang etwas ruhiger angehen. Jürgen
Jakuscheit, Peter
Rodewald und Claus Brüggemann (2) sorgten für die
Tore vor der Pause, denen im
zweiten Abschnitt Axel Saalfeld zwei weitere folgen ließ.
Wir
spielten im übrigen mit folgender Mannschaft:
KNOSSALLA - BEGNER, POLAUKE,
RÜDIGER - JAKUSCHEIT,
PHILIPOWSKY, SCHMIDT ROGGENBACH, BRÜGGEMANN, RODEWALD, HELD.
Ab
der 46. Minute spielte AXEL SAALFELD für Claus
Brüggemann.
In diesem Jahr wurde unter der
Leitung von Peter Roggenbach unter
Mitarbeit von
Klaus-Dieter Arp und Immo Knossalla der neue Rot-Weiss-Report
zum Leben erweckt. Eine Vereinszeitung, die 3-4
Mal im Jahr kostenlos für die Vereinsmitglieder erstellt
wurde. Für den Druck
war Günter Zithier
verantwortlich.
|
|
Das Jahr 1976 begann
vereinspolitisch mit einem
Paukenschlag:
Bis auf den Kassierer Helmut
Zimmermann trat der
gesamte Vorstand zurück. Rückblickend eine
Entscheidung, die zu akzeptieren
war; es waren zwischenzeitlich doch immerhin einige Jahre vergangen,
als sich
Olaf Liesenfeld, Jürgen Polauke und Peter Rodewald zur Wahl
gestellt hatten.
Als Abschiedsgeschenk hatte sich der Vorstand jedoch noch ein Bonbon
besonderer
Art vorbehalten: Eine überarbeitete Satzung, die letzten Endes
Grundlage für
die geplante Eintragung in das Vereinsregister als e.V. war. Diese
Eintragung
war dann gewissermaßen die "erste Amtshandlung” des
neuen Vorstandes, ab 1976 sind wir nunmehr
ein e.V.
Auf sportlichem Gebiet brachte
uns das Jahr wenig
Erfreuliches , denn zum Saisonabschluß mußte die 1.
Mannschaft den bitteren Gang in die 1. Klasse
antreten. Die
Truppe war im Vergleich zu den Vorjahren nicht wiederzuerkennen,
letzten Endes
fehlte es dann auch noch hier und dort am nötigen
Glück. Wir lagen schnell mit
am Ende der Tabelle, denn die ersten Spiele gingen alle in die Hose. Es
begann
mit einem 0:1 gegen Osram, dem ein 0:3 gegen die Mannschaft von
Südwest folgte
und erst im dritten Spiel gelang gegen die Mannschaft der
Feuerwehr‑Süd
mit einem 2:2 der erste Punktgewinn. Die BfA fertigte uns 3:1 ab, gegen
Schering verloren wir knapp mit 2:3, ehe wir bei Gartenfeld mit einem
2:2 den
zweiten Punkt holten. Ein Aufschwung schien sich im Spiel gegen die
Allianz
anzubahnen, denn in dem bisher besten Spiel führten wir zur Pause sage und schreibe
mit 3:0 Toren. Am
Ende mußten wir dann froh sein, wenigstens noch ein 3:3 -
Unentschieden
erreicht zu haben. Der erste Sieg gelang uns dann im
Auswärtsspiel gegen
Siemens, das wir mit 3:1 gewannen.
Weiteren Auftrieb erhofften
wir uns durch einen Sieg
im ÖTV - Pokal gegen das Berufsförderungswerk. Wir
gewannen zwar mit 5:0 in
diesem einseitig geführten Spiel recht klar, doch wirkte
dieser Sieg für die
Zukunft nicht leistungsfördernd. Wir spielten seinerzeit in
folgender
Aufstellung:
SKOWRONSKI -
BRÜGGEMANN, ROGGENBACH, LEUENDORF -
REICHARDT, RODEWALD, R.LANGE - D.LANGE, PIRKER, U.LANGE und HELD.
Von
der 5. Minute ab spielte Schmidt für U.Lange. Die Tore
schossen Schmidt,
D.Lange, R.Lange und Held (2).
Die
Rückrunde brachte uns fünf Niederlagen in Serie, ehe
mit einem 5:5 gegen SV
Zehlendorf mal wieder ein Pünktchen bei uns gutgeschrieben
werden konnte. Doch
auch der konnte uns letzten Endes nicht vor dem bereits
erwähnten Abstieg
retten.
Trotz
allem aber war unsere Reiselust ungebrochen, es ging nach Hamm in Westfalen. Gegen eine mit einigen
recht starken Spielern
durchsetzte Mannschaft der Isenbeck-Brauerei reichte es nur zu einem
2:2 -
Unentschieden.
↑ zurück zum Seitenanfang
1977 ![]()
Wer
hätte das gedacht? Wir spielten sozusagen nur eine
einjährige Gastrolle in der 1.
Klasse und
schafften den Wiederaufstieg auf
Anhieb. Motiviert durch den neuen Trainer ‑ Olaf Liesenfeld stellte
sich
erfreulicherweise zur Verfügung - fand die verjüngte
Truppe zu einstiger
Spielstärke zurück und wurde Staffelzweiter.
Wir
hatten es immerhin doch mit recht spielstarken Gegnern zu tun, wenn man
sich
folgende Mannschaften betrachtet: BERLINER KINDL ,BA KREUZBERG,
ELECTROLUX,
NEUKÖLLN 61, MERCEDES 69, SPRINGER u.a.

Rot-Weiß
in den hellen Trikots v.l.: B.Lange,, K.-D.Paech,
Winter, Fieck, Utz, Jüptner, K.-D.Arp,
unten
v.l.: S.Volkmann,
H.Volkmaann, Knappeck
Von
Beginn an zeigte sich, dass die beiden Aufsteiger zur Liga nur unter
den
Mannschaften von Kindl, BA Kreuzberg und uns zu suchen sind. Alle
anderen
Mannschaften spielten nur eine untergeordnete Rolle, nachdem auch
feststand,
dass Mercedes 69 weit von einstiger Spielstärke entfernt war.
Entscheidend
für die Erringung des 2. Tabellenplatzes war die Tatsache,
dass wir in der
Rückrunde sowohl die Mannschaft von Berliner Kindl mit 2:1
schlagen konnten,
als auch der relativ klare Erfolg von 4:1 gegen unseren
ärgsten Rivalen BA
Kreuzberg.
Hier
ein seinerzeit im "Rot – Weiß - Report"
festgehaltenr Bericht von
Jürgen Pirker:
"Dieses
schwere Spiel gegen
einen weiteren Aufstiegsaspiranten musste unbedingt gewonnen werden,
sollte der
Aufstiegszug nicht vorzeitig schon abgefahren sein. In der 1. Halbzeit
hatten
wir, wie so oft, ein deutliches spielerisches Übergewicht.
Aufgrund schlechter
Lauf- bzw. Deckungsarbeit (gesamtes Mittelfeld und Penski) konnte
dieses
Übergewicht jedoch nicht in Torchancen umgesetzt werden .
Die zweite
Halbzeit sah dann eine energisch kämpfende Rot ‑
Weiß Mannschaft, die
zwangsläufig Torchancen herausspielte und endlich einmal ihre
Chancen nutzte.
Spielbestimmender Spieler war in dieser Zeit zweifellos Peter
Roggenbach, der
nicht nur klug das Tempo machte, sondern auch hervorragende
Deckungsarbeit
leistete.Der gute Peter erlebt augenscheinlich seinen zweiten
Frühling. Die
Abwehr stand bis auf zwei oder drei Ausnahmen sehr sicher - vorn, im
Sturm
wurde recht viel gelaufen und die sich bietenden Chancen fast optimal
genutzt."
Wir spielten in folgender
Aufstellung:
PRIDÖHL ‑ RODEWALD,
PIRKER, LEUENDORF
JAKUSCHEIT, RÜDIGER, SCHMIDT - D.LANGE, ROGGENBACH, PENSKI,
HELD.
Die Tore erzielten Held (2),
Jakuscheit und Penski.
In der Schlussphase der
Meisterschaft konnte sich
dann die Truppe der Kindl-Brauer recht sicher als Meister absetzen,
denn sowohl
wir als auch die Kreuzberger verloren noch den einen und anderen Punkt.
Hier der Endstand: 1.
Berliner Kindl
101:23
43: 5
2.
Rot -Weiß Tempelhof
66:30
37:11
3.
BA Kreuzberg
68:41
33:15
ROT
- WEISS IN PRAG
Erstmals
in unserer Vereinsgeschichte wurde eine Fahrt ins Ausland
durchgeführt - "Prag,
die goldene Stadt" war unser
Ziel. Zu diesem Wochenendtrip hatten sich leider nur 15 Personen
gefunden, für
Rot-Weiß-Verhältnisse eine verschwindend geringe
Zahl.
Am
Freitag, d. 11.11.77, ging es um 6.00 Uhr vom Bahnhof
Friedrichstraße los. Man
erreichte Prag gegen 14.00 Uhr und war sofort vom besonderen Fluidum
dieser
Stadt gefangen. Am Nachmittag stand ein Bummel durch die Altstadt auf
dem
Programm, der Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen im
"Schweigk".
|
|
Am Samstag folgte das
Freundschaftsspiel gegen
Viktoria Prag, eine Mannschaft der dritthöchsten Spielklasse.
Mit der
Mannschaft
SKOWRONSKI – MAIER,
PIRKER, B.LANGE -
LEUENDORF, JAKUSCHEIT, R.LANGE, PENSKI –
KIRSCHSTEIN, PRIDÖHL, UTZ -
Ersatz:
LIESENFELD
und Tore durch Robert
Pridöhl und Jürgen Pirker
gelang uns ein sehr beachtliches 2:2 - Unentschieden.
Mit vielen neuen
Eindrücken wurde diese als sehr
gelungen bezeichnete Reise am Sonntag beendet. Allen, die dabei waren,
fiel der
Abschied mehr als schwer
1978 ![]()
Im Aufstiegsjahr
zur Liga - und das war nicht nur Olafs Meinung - erhoffte man
sich
allgemein vielleicht doch einmal einen Tabellenplatz unter den ersten
Drei. Vom
Spielerischen her konnten wir ja schon immer gegen jeden Gegner
bestehen, nur
fehlte uns über die Dauer der Distanz das
Stehvermögen.
Im ersten Spiel gegen den
Pokalsieger 1977 - BA
Reinickendorf - lief es wieder recht gut, nur konnten wir die uns sich
bietenden Chancen mal wieder nicht nutzen und unterlagen am Ende mehr
als
unglücklich mit 1:2 Toren.
Hier ein Kurzbericht aus der
Fußball-Woche - Sport
im Betrieb :+
|
|
|
A.Rothe_Liesenfeld_C.Brüggemann |

Mannschaftsaufstellung:
Pridöhl – Schmidt – Bläsing,
Rodewald, Leuendorf, Jakuscheit, Pirker, R.Lange,
D.Lange, Penski, Held
Leider ein Start, wie ihn sich
Trainer Olaf
Liesenfeld gewiss nicht vorgestellt hatte. Nun galt es, zumindest im
folgenden
Spiel, beide Punkte zu holen, um nicht gleich zu Beginn der Serie "von
der
Rolle" zu sein.
Hier
galt es gegen die Mannschaft von Osram zu bestehen, die immer zu
unseren
"Angstgegnern" zählte. Lange Zeit stand das Spiel
leistungsgerecht
unentschieden, als in der 71. Minute der Osram-Goalgetter Bardos seine
Mannschaft in Führung schießen konnte. Doch endlich
einmal raffte sich unsere
Mannschaft zu einer Leistung auf, die letztendlich durch drei Tore
belohnt
wurde.
Auch in den nächsten
Spielen lieferten wir recht
gute Partien, so schlugen wir den Finanzsportverein mit 5:2, brachten
Kindl mit
3:2 die erste Niederlage bei und schlugen Blau-Gelb 51 mit 5:2. Gegen
Gartenfeld reichte es dann allerdings nur zu einem mageren 0:0 -
Unentschieden,
doch es brachte immerhin einen Punkt
für
uns ein. Es war aber bereits schon hier abzusehen, dass uns auch
diesmal wieder
mal der ganz große Wurf nicht gelingen würde, zu
unterschiedlich waren wir in
unseren Leistungen.
Eines
unserer besten Spiele lieferten wir beim späteren Berliner
Meister - SG
Schering - als wir
uns im Stadion
Rehberge mit einem 1:1, das als sehr glücklich für
Schering anzusehen war,
einen Punkt holten. Mit einem sagenhaften 22 m- Freistoß
schoss uns JÜRGEN
JAKUSCHEIT in Führung und erst weit in der zweiten Halbzeit
konnte Schering im
Anschluss an einen Eckball durch Kokott, ihren neuen Torjäger,
ausgleichen.
Zum
Abschluss der Saison hatten wir wieder “nur” den 5.
Tabellenplatz erreicht, mit
dem wir dennoch mehr als zufrieden waren. Erster in der Staffel wurde
Schering
vor der FG. Südwest, dem BA Reinickendorf und Blau‑Gelb 51,
das nur
aufgrund des besseren Torverhältnisses vor uns rangierte.
Schloss
Gattendorf bei Hof war in diesem Jahr unser Reiseziel. Gegen
Blau‑Weiß
Hof siegten wir am 4.11.78 klar mit 4:2 Toren. Diese wurden von K.H.
Paech,
Krämer und Held(2) erzielt. Im übrigen stellte sich
folgende Mannschaft dem
Gegner.:
PRIDÖHL - TSCHESLOG,
ARP, S.VOLKMANN, KRÄMER,
RÜDIGER, FIECK, JAKUSCHEIT, WERK, K.H. PAECH, HELD.
In der zweiten Halbzeit wurden
eingewechselt:
MAIER, BRÜGGEMANN,
LEUENDORF, ZIMMERMANN.
1979 ![]()
Auf
der Straße fing alles an...
Fußball
– SG von RW Tempelhof 25
Jahre alt „Familienbetrieb“
Mit
einer internen Feier begeht die
SG-Rot-Weiß Tempelhof in diesem Monat ihr
25
jähriges Jubiläum.
Am 2. Mai 1954 wurde diese Sportgemeinschaft im
Jugendheim Holzmannstraße aus der Taufe gehoben.
Die
Rot -Weißen spielen seit jeher
nur Fußball. Seit den Gründungstagen sind sie
Mitglied der damaligen IG
Fußball, dem Vorläufer des Fachverbandes
Fußball im BSVB. Ihnen wurde eine
Sonderstellung zugebilligt, da es sich ja hier nicht um eine
Firmenmannschaft,
sondern um das Team eines Jugendfreizeitheims handelt.
Mit
einer sogenannten
“Straßenmannschaft” fing es an.
Zunächst blieb man immer nur Mittelmaß, einige
Jahre nach der Gründung war dann der Aufstieg zur Liga
geschafft, ehe es wieder
bis in die 2. Klasse hinabging. Der Wiederaufstieg ließ lange
auf sich warten,
erst im Jahre 1974 gelang der Sprung zurück in die Liga. Aber
drei Spielzeiten
später ging es erneut eine Etage nach unten. Seit der letzten
Saison (6.)
gehört Rot-Weiß wieder zum Oberhaus und nimmt
gegenwärtig mit 6:0- Punkten
sogar einen Spitzenplatz ein.
Die Rot
–Weiß -Sportgruppe ist gewissermaßen
Familienbetrieb,
denn Kontakt unter den Spielern wird nicht nur auf dem grünen
Rasen, sondern
auch außerhalb des Spielfeldes großgeschrieben.
Private Bindungen unter den
Spielern gehen sogar soweit, dass man sich vereinzelt
Zweifamilienhäuser kaufte
und zusammen wohnt.
In
jedem Jahr verstehen sich die
Rot-Weißen aufs Feiern: Grillabende, Sportfeste mit Frau und
Kind, Leichtathletikveranstaltungen
mit eigenen Rekordlisten, Radtouren und nicht zuletzt zahllose Reisen,
vor zwei
Jahren bis nach Prag, lockern das Leben in der Sportgruppe auf. Damit
alle 35
Mitglieder immer auf dem laufenden sind, geben die Fußballer
eine eigene Vereinszeitung
heraus. Sie wird bei einem Pfarrer in Neukölln selbst
erstellt. Zum 25.
Jubiläum erscheint eine 80 Seiten
umfassende, bebilderte Chronik.
Bei den Feierlichkeiten am 19.
und 20. Mai 1979 auf
der Insel Schwanenwerder bleibt die Offentlichkeit draussen. Fast 150
„Rot-Weiß-Angehörige“ treffen
sich, Fussballer, Ehefrauen und Kinder. Für die
beiden Tage stellen die Männer um den 1.Vorsitzenden
Klaus-Dieter Paech und
seinem Stellvertreter Peter Roggenbach ein umfangreiches Programm auf
die
Beine: Sonnabends gibt es beim Jubiläumsvergnügen
eine große Tombola. Der
Sonntag beginnt mit einem
„Katerfrühstück“ und endet mit
zahlreichen
sportlichen Leckerbissen, wie Fussballtennis, Torwandschießen
und einem Spiel
der Ehefrauen gegen ihre Männer. Für diese Feier
konnte man durch eine
Vereinsumlage und diversen Spenden immerhin 5500,- DM sammeln.
Nach
dem Jubiläum geht es dann wieder
weiter im alltäglichen „Trott“ der
Ligaspiele, und vielleicht gelingt den
Rot-Weissen diesmal sogar der Sprung ins Endspiel, der Grundstein
dafür ist
bereits gelegt. Zu den Spielern der ersten Garnitur gehören:
Siegfried Bläsing,
Achim Brüggemann, Claus Brüggemann, Bernd Held,
Jürgen Jakuscheit, Thomas
Krämer, Reiner Lange, Ulrich Leuendorf, Bernd Penski,
Jürgen Pirker, Jürgen Polauke,
Robert Pridöhl, Günter Reichardt, Peter Rodewald,
Klaus Rüdiqer, Thomas Schmidt
und der seit seinem 14. Lebensjahr bereits bei
Roß‑Weiß kickende Peter
Roggenbach (39).
Alles in
allem eine "verschworene" Truppe, bei der der eine für den
anderen
einspringt und echte Kameradschaft das Vereinsleben prägt.

Jubiläumsfeier
auf Schwanenwerder mit insgesamt 150
Teilnehmern!
Im Jubiläumsjahr
nimmt unsere Sportgruppe mit vier Mannschaften
am Punktspielbetrieb
teil.
Die
1. Mannschaft nimmt zur Zeit mit 8:0 Punkten - nach dem letzten Spiel
gegen die
Berliner Bank, das mit 3:0 gewonnen wurde - einen vorderen
Tabellenplatz ein,
während die 2. Mannschaft und die Senioren- Mannschaft keinen
allzu guten Start
hatten und am unteren Ende der Tabelle liegen. Die erstmals am
Spielbetrieb
teilnehmende 3. Mannschaft hat einen Platz im oberen Drittel der
Tabelle.
Natürlich darf die Jubiläumsveranstaltung auf der Insel
Schwanenwerder nicht unerwähnt
bleiben. Ein Jubiläum ohne Fußballturnier,
dafür eine Wochenendveranstaltung
für die ganze Familie. Der Wettergott spielte mit und so
konnte das geplante
Programm ohne Beeinträchtigungen abgewickelt werden. Alle RWT-
Wochenendler hatten
viel Spaß an den Spielen, an denen Frauen, Freundinnen,
Männer und Kinder
gleichermaßen teilnehmen konnten. Der Sonnabend wurde mit
einem gelungenen
Tanzabend abgeschlossen.
Kurzum, die Veranstalter
hatten sich was einfallen
lassen. Wir sollten diese harmonisch verlaufenen Tage nicht vergessen.
Die aktiven RWT- Mitglieder
hatten Gelegenheit, anlässlich
dieses Wochenendes Harmonie zu tanken. War das auf dem Spielfeld
sichtbar?
Kurzzeitwirkung war vorhanden,
Rot -Weiß Tempelhof
machte Schlagzeilen. Wann hatte es das zum letzten Mal gegeben?
Die FUWO vom 2. Juli 1979
sieht Rot-Weiß Tempelhof
an der Tabellenspitze.
Tabellenstand der Liga, Staffel B
Tabelle
vom 10.10.1979
2. SV Senat
3. Feuerwehr Süd
4. Neue Heimat
5. SG Siemens
6. Berliner Lehrer
7. FC Spandau 68
8.
Berliner Bank
9.
FU Berlin
10. BA Kreuzberg
11. Flohr Otis
11 SV Zehlendorf
13. Grün Schwarz 60
Der
Fußballalltag sieht jedoch anders aus. Die Realität
holt die 1. Mannschaft
schnell auf den Boden der Tatsachen zurück.
Nicht
gleichbleibende Leistungen verursachen Rückschläge.
Am Jahresende, einen
Spieltag vor Beendigung der Punktspielserie, findet sich Rot -
Weiß auf dem 6.
Tabellenplatz wieder.
Die 2. und 3. Mannschaft
konnten sich einen
Mittelplatz sichern, während die AH-Manschaft noch
Aufstiegshoffnungen hegte.
Neues Leben in den Verein
brachten 9 Zugänge,
Vereinsmitglieder wurden: v.Allmen, Behringer, Ehl, Fachinger, Handl,
Menemenci, G.Reichardt, Tjarks und A.Vater.
Dagegen erklärten
ihren Austritt: Akpinarca,
Knappeck, U.Lange, Müller und Schielke.
Würde der Saldo
zwischen Zu- und Abgängen jedes
Jahr so aussehen, bräuchte sich der Verein um seinen
Fortbestand keine Sorgen
zu machen.
Zum Abschluss noch ein Wort in
eigener Sache. Der
Vorstand dankt allen, die zum Gelingen dieser Chronik beigetragen
haben, allen
voran unseren "Druckern"
JOCHEN BEGNER, GERHARD FIECK und KLAUS-DIETER LAUBMANN.
Um Nachsicht bitten wir die Spieler der 2., 3. und Seniorenmannschaft, deren Spiele einfach nicht niedergeschrieben werden konnten. Das lag einmal mehr an den fehlenden Unterlagen, hätte aber natürlich auch den “engen Rahmen“ dieser Chronik gesprengt.






